Spätdiagnose Autismus + ADHS: Lohnt sich der Aufwand?
S2E13
Über diese Episode
Immer wieder taucht die Frage auf, welchen Nutzen eine Diagnose im Erwachsenenalter für ADHS und/oder Autismus bietet.
Der Weg einer offiziellen Diagnose kann langwierig und mühsam sein und wird deshalb häufig nur dann begangen, wenn der Leidensdruck der Betroffenen ihre Existenz bedroht.
In dieser Folge erläutere ich anhand einer Metapher, warum eine Diagnose unabhängig vom Alter und Leidensdruck sinnvoll sein kann.
Es geht dabei um die Kompensationsleistungen oder das Masking, die man als Neurodivergente Person tagtäglich leistet, unabhängig davon ob man nun von seiner Neurodivergenz weiss, oder nicht.
Neurodivergent zu sein ist anstrengend und nichts davon zu wissen bringt Risiken, die man sich in dem Moment nicht bewusst ist.
Themen dieser Episode:
Der Riss in der Fassade: Metapher für deine Andersartigkeit und die Probleme, die dadurch entstehen können.
Rückmeldungen vom Umfeld: Erläuterung zur Wahrnehmung der Andersartigkeit und welchen Einfluss das Umfeld und der Vergleich mit anderen haben kann.
Aufwand zum Aufrechterhalten der rissfreien Fassade: Welche Kompensationen leistest du in deinem Alltag, nur um deine Neurodivergenz auszugleichen? Welchen Aufwand betreibst du, um so normal wie möglich zu leben?
Oder in der Metapher: Was tust du alles für ein makelloses Haus?
Der Einsturz: Häufig ist erst ein Burnout Anlass genug, um sich selbst besser verstehen zu lernen. Die Ursache lässt sich so vielleicht leichter finden, doch der Wiederaufbau ist auch entsprechend mühsam. Neurodivergent zu sein ist anstrengend und nichts davon zu wissen, birgt Risiken, die man sich in dem Moment nicht bewusst ist.
Vorteile einer Diagnose: Wenn man schon einen lebenslangen Mehraufwand betreibt, ist es mindestens hilfreich zu wissen, dass man das tut. Mit einer Diagnose, oder zumindest dem Wissen über eine mögliche Neurodivergenz, bieten sich Möglichkeiten für weniger Mehraufwand und somit mehr Lebensenergie für andere Dinge!
Podcast „Mindful Spectrum“ mit Fokus auf Neurodivergenz
- Jeden Montag eine neue Folge
- Themen: Mentale & körperliche Gesundheit, Mindset, persönliches Wachstum
- Gastgeberin: Joëlle, autistisch, hochsensibel, ADHS
- Ziel: Einblicke ins Leben im Spektrum bieten und die Beantwortung der Frage: “Wie gestalte ich mein Leben, damit ich möglichst glücklich und zufrieden darin bin?”
Vorherige Episode:

Behindert: Warum ich behindert bin und ob ich mich auch so fühle.
Was Behinderung für mich bedeutet, wie ich die Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und meinen Möglichkeiten erlebe und warum ich inzwischen akzeptiere, dass ich in einigen Bereichen auf Unterstützung angewiesen bin. Begleite mich bei dieser Selbstreflexion und entdecke mit mir, wie wichtig es ist, ehrlich zu sich selbst zu sein.
